Apr 092013
 

Wir haben hier im Büro einen LIDE 30 von CanoScan, der leider keine Treiberunterstützung für Windows 8 / Windows 7 (zumindestens die 64 bit Versionen hat). Mein Bruder hat auf seinem Laptop mit Ubuntu das Programm “simple scan” benutzt, um den Scanner zu benutzen – ohne jegliche Treiberinstallation.

Die Idee liegt natürlich nahe, das auch auf dem Raspberry auszuprobieren.

Der Scanner wird über unseren powered USB Hub an das Raspberry Pi angeschlossen – der Canon LIDE 30 bezieht seinen Strom über USB, und das wollen wir dem Raspberry und seiner Polyfuse nicht direkt zumuten.

Mit startx ist schnell X-Windows aufgerufen, und unter einer Konsole mit aptitude install simple-scan nach einiger Zeit die GUI fürs Scannen installiert.

Mit simple-scan wird sie dann unter der Kommandozeile geöffnet und erkennt den (mittlerweile angeschlossenen) Scanner vollautomatisch. Keine Treibersuche – die Magie von Linux!

Die Oberfläche ist einfach und weitgehend selbsterklärend. Das Ausgabeformat kann man im Speicherndialog unten links einstellen.

Zur Geschwindigkeit: die Prozessorauslastung lag wiedermal bei 100 %, der Scan war vielleicht anderthalb mal so langsam wie unter Ubuntu auf einem modernen Desktoprechner. Die Geschwindigkeit beim Speichern (Konvertierung) war ebenfalls nicht berauschend, für den gelegentlichen Scan mit altem Equipment jedoch akzeptabel.

Eventuell ließe sich hier noch mit einer Class 10 SD Karte (wir hatten mit einer Class 4 getestet), sowie vielleicht einer AJAX – Weboberfläche anstelle von XWindows optimieren. Generell würde ich gerne auch mal das Raspberry im Betrieb von einem RAM Image sehen – ich habe die SD Karte im Verdacht es extrem auszubremsen, egal welche Klasse.

Wir haben hier noch einen Fujitsu ScanSnap 1300i – es wäre interessant was man mit ihm und dem Raspberry Pi so anstellen kann. Mir schwebt da ein Netzwerkserver für den ScanSnap vor …

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