May 272013
 

In unserem vorherigen Artikel haben wir über die Möglichkeit, eine NTFS Partition über das Pi im Netzwerk für Windows Rechner bereitzustellen, berichtet.

In dem Post ist bereits angeklungen, dass NTFS auf dem Pi leider nur sehr langsam läuft (zumindest ntfs-3g, was für Partitionen > 2 TB Größe benötigt wird).

Daher haben wir auf der 3 TB Festplatte eine ext4 Partition eingerichtet. ext4 ist ein natives Linux-Dateisystem, performanter als ext3, und durch Journalling sicherer als ext2. ext2 ist in manchen Tests ein wenig schneller als ext4. btrfs befindet sich immer noch in Entwicklung, reiserfs ist nach dem Skandal um den Chefentwickler (reiser) eingeschlafen / eingestellt worden, xfs und andere Dateisysteme scheinen ihre Stärken eher bei vielen Zugriffen gleichzeitig auszuspielen, noch nicht im niedrig-tourigen Bereich. Fazit: ext4 ist eine gute Wahl.

Das Share ist schnell nach unserer alten Anleitung eingerichtet, die /etc/fstab schaut danach so aus:

proc            /proc           proc    defaults          0       0
/dev/mmcblk0p1  /boot           vfat    defaults          0       2
/dev/mmcblk0p2  /               ext4    defaults,noatime  0       1
# a swapfile is not a swap partition, so no using swapon|off from here on, use  dphys-swapfile swap[on|off]  for that
UUID=DA0E27C90E279E0F   /mnt/bigdata    ntfs    defaults        0       2
UUID=f70cc6cc-fa33-4df7-9e69-2d17333fba75       /mnt/e4data     ext4    defaults        0       2

Die  beiden UUIDs unterscheiden sich deutlich, da die eine für eine NTFS Partition, und die zweite für eine native Linux-Partition eingerichtet wurde.

Die weiteren Schritte befinden sich in unserem vorherigen Post.

Geschwindigkeit / Auslastung

image

Während wir beim Schreiben auf die ntfs Partition eine 100 % Auslastung, hauptsächlich durch den ntfs Treiber, sehen, sehen wir hier eine Auslastung von 50 % des Raspberrys – dabei ist der smb Daemon mit 32 % beteiligt und htop selbst immerhin mit 13 %.

Der wichtigste Unterschied ist jedoch, dass bei einem Kopierprozess das Abspielen von einem Video über den Samba Share (NTFS-Partition) nicht mehr beeinträchtigt wird, wie es bei Kopieren auf die ntfs Partition der Fall war (Prozessorüberlastung).

image

Die Top-Geschwindigkeit ist allerdings ähnlich wie mit ntfs mit ca. 2,5 – 3 MB limitiert. Vielleicht können die Samba Share Einstellungen weiter optimiert werden, um höhere Durchsatzraten zu erzielen.

Rein Technisch gesehen sollten ca. 100 Mbit/s ~ 10 MB /s erreichbar sein (Limit durch LAN Port des PI). 480 Mbit/s Bandbreite am USB Port “sollten” ausreichen um die Daten wieder auf die Festplatte zu schreiben.

Weitere Tests werden folgen.

Windows Shares: nur ein User gleichzeitig

Eine “so gewollte” Besonderheit von Windows Shares ist am Windows Rechner anscheinend die Möglichkeit sich nur mit einem User zum gleichen Server zu verbinden. Sogar wenn ich am Samba Server also zwei User für zwei unterschiedliche Shares einrichte, erhalte ich Probleme am lokalen Rechner. Die Fehlermeldung ist leider irreführend!! Man kann “Connect using different credentials” also nur EINMAL pro Server einsetzen.

Die einfachste Lösung dafür ist, einen speziellen User pro Computer auf dem Samba Server anzulegen, und allen Shares hinzuzufügen, auf die dieser User zugreifen darf.

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